Vortragsmeeting ZEMKA

Am 19.05.2022 besuchten die Mitglieder des KCZ das Abfallwirtschaftszentrum der ZEMKA in Zell am See. GF Winter konnte einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Anlagen, die vielfältigen Dienstleistungen der ZEMKA im Bereich der Abfall- und Umweltberatung, die geplanten Projekte und über die zukünftigen Herausforderungen in Bereich der Entsorgungswirtschaft geben. Gerade die Vorgaben der EU hinsichtlich der zukünftigen Recyclingquoten bedingen gravierende Optimierungen/ Änderungen in fast allen Bereichen der Abfallwirtschaft.

Schwerpunkt des Besuches war die im Jahr 2013 in Betrieb genommene Biogasanlage (Gemeinschaftsprojekt mit der Salzburg AG). Mit einer Übernahmekapazität von bis zu 22.000 to Abfällen (biogene Abfälle, Speisereste, Klärschlämme, Fettabscheiderinhalte, usw.) pro Jahr, einer Produktion von ca. 2 Mio. Nm3 Biogas jährlich (entspricht ca. 15,000 MWh an Wärmeenergie) leistet diese Anlage einen wichtigen Beitrag in der Abfallentsorgung und in der lokalen Energieversorgung. So wird der überwiegende Anteil des anfallenden und speziell aufbereiteten Biogases über eine ca. 2,5 km lange Leitung zur TauerSpaKaprun transportiert und über einen speziellen Heizkessel zur Wärmegewinnung verwendet. Ein Teil des anfallenden Biogases wird direkt am Standort der ZEMKA auf Erdgasqualität aufgereinigt und in das Erdgasnetz der Salzburg AG eingespeist.

Mit der Inbetriebnahme einer Fotovoltaikanlage (wiederum gemeinsam mit der Salzburg AG) auf der 136 m langen Rottehalle und einer alten Deponie mit einer installierten Gesamtleistung von kWp können nunmehr ca. 728 MWh/a für 3 Nutzer (Kläranlage, Biogasanlage und ZEMKA) produziert werden. Ca. 92 % davon werden selbst verbraucht, der Rest wird in das Netz eingespeist. Es gibt bereits weitere Überlegungen zur Energiegewinnung im Bereich der ZEMKA (Ausbau der PV-Anlagen, Optimierung Biogasverwertung, Nutzung Abwärme aus verschiedenen Anlagenteilen, Thema Wasserstoff, usw.).